Der Herbst ist da

Er kam nicht über Nacht, er kam schleichend und hat sich nun fest etabliert. Seit Tagen stürmt und regnet es. Ich sitze im Warmen und starre in die Flammen unseres kleinen Ofens. Stundenlang könnte ich zusehen, wie es lodert, während draußen der Regen so laut niederprasselt, dass man denken könnte, wir wohnen neben einem Wasserfall. Der Wind fegt durch die Bäume. Die gelben Blätter flattern nicht wie leichte Schmetterlinge gen Erde, erfüllt vom Gewicht des Wassers fallen sie auf dem direktesten Weg auf den Boden. Mülltonnen werden immer wieder vom Wind erfasst und ergeben sich. Briefkästen öffnen und schließen sich selbsttätig. Die Post wird nass. Und immer noch schaue ich durch das kleine Fenster ins Feuer und erfreue mich an einem momentan ruhigen, spielenden Kind, leicht fassungslos, dass dies überhaupt möglich ist. Die stundenlange Schreierei von gestern und die schlaflose Nacht ist fast vergessen.

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