Hilfsbereitschaft – Teil 1

Als Männe heute morgen durch unsere riesige Gemeinde lief, wurde er vollkommen unerwartet von einem Truckfahrer angehalten, der auf der Suche nach Hilfe war. Offensichtlich kam er mit einer Wegbeschreibung nicht zurecht. Nachdem die beiden feststellten, dass sie mit ihrem gebrochenen norwegisch nicht weiter kamen, bermerkte Männe das Kennzeichen des Lkws: Österreich. Na dann versucht man es halt auf deutsch. Ist doch viel einfacher. Wenige Minuten später stellt man fest, dass beide Seite aus Ex-Jugoslawien kommen. Nun ist es kinderleicht, miteinander zu kommunizieren.😀

Männe fährt also kurzerhand mit, zeigt somit den Weg und beide quatschen wie alte Tratschweiber. Die anschließende Einladung zu einem verspäteten Frühstück wird voller Dank vom Lkw-Fahrer angenommen. Ist doch mal was anderes als nur Fastfood unterwegs. Anschließend trennt man sich mit dem Versprechen, falls man jemals wieder in der Gegend ist, sich zu melden und vorbeizuschauen.

Hilfsbereitschaft – Teil 2

Hierfür muss ich weiter ausholen. Wir haben uns letztes Wochenende in einem Nachbarort (Vorsicht: wir reden von Norwegen. Der Ort liegt also 35 km entfernt und man braucht dafür mit dem Auto mindestens eine dreiviertel Stunde) ein Auto gekauft. Übergabetermin war für heute abend ausgemacht. Ein Auto, dass uns dorthin kutschieren sollte, war auch organisiert. Dummerweise hat der Halter sich entschlossen, uns heute sitzen zu lassen. Blöd. Ganz blöd. Wir sind also auf der aussichtslosen Suche nach einem fahrbaren Untersatz. Eine Bekannte aus dem Ort hätte uns gerne geholfen, benötigt allerdings ihr Auto zu dem Termin selber. Ein weiterer Bekannter verspricht im Laufe des Abends anzurufen. Nur wann? Stunde um Stunde vergeht. Ich werde immer hibbeliger. Plötzlich klingelt das Telefon. Unser Lkw-Fahrer vom heute morgen ist dran. Wie es der Zufall will, hatten die Männer wohl auch über das neue Auto gesprochen und über das bestehende Problem. Nun hilft uns der Fremde, da er plötzlich Zeit über hat und fährt uns mit seinem Truck die engen Straßen entlang. Eine Stunde benötigen wir für die Fahrt, mehr ist mit dem Lkw und den Straßenverhältnissen nicht drin. Wir sind glücklich. Kurz vorm Ziel muss noch ein Tunnel passiert werden und wir stellen mit Schrecken fest, dass dieser nicht hoch genug ist. Also werden die Verkäufer angerufen und über die Situation informiert. Zehn Minuten später treffen sie bei uns ein. Und wie ein paar Gauner wird nun der Verkauf direkt hier am Tunnel vollzogen.😀

Im Moment bruzelt eine Pizza im Ofen, die wir in ein paar Minuten mit unserem neuen Freund teilen.

Eine Antwort zu Hilfsbereitschaft – Teil 1

  1. sunny sagt:

    Wunderschöne Geschichte!🙂
    Bei solchen Zufällen hat man doch manchmal das Gefühl, dass das Leben einen gewissen Plan hat, der immer doch alles irgendwie gut (aus)gehen lässt.

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