Ausgezogen

Ich habe die größten Hürden geschafft. Heute war mein letzter Arbeitstag und mein letzter Tag in meiner Wohnung. Der Abschied von beiden fiel mir nicht schwer, wobei der Jammer bei der Arbeitsstelle sicher noch kommt. Über sechs Jahre war ich dort tätig. Habe jede Menge gelernt, quasi alles, was ich heute kann, hatte gute Chefs, auch wenn es zwischendurch mal zu Querelen kam und ich mir manchmal wünschte, ich hätte einen anderen Job. Nie im Leben hätte ich dort wohl so schnell gekündigt. Dafür kannte man sich einfach zu lange, hatte die Macken des jeweils anderen akzeptiert und wusste damit umzugehen (ja, ich rede auch von meinen Macken😀 ). Besonders werde ich wohl die Selbständigkeit im Job vermissen. Eigenverantwortlich Tagungen organisieren, für knapp 1000 Mitglieder einer Fachgesellschaft zuständig sein, Kontenabrechungen usw. usw. Ohne dass mir vorgeschrieben wird, wie ich meinen Job zu erledigen habe. Das Ergebnis zählte und überzeugte. So sehr, dass Cheffe heute tatsächlich zum wiederholten Male Tränen in den Augen hatte, als er mich verabschiedete.

Bei der Wohnung schaut es schon anders aus. Auch wenn sie meine absolute Lieblingswohnung war und ich dort eigentlich nie ausziehen wollte, war sie auf Dauer einfach zu groß und zu teuer für eine Person. Ich hatte schon eine gewisse Zeit damit geliebäugelt, mir etwas anderes zu suchen. Die Faulheit und meine Vorliebe für diese Wohnung siegten letztenendes. Auch nachdem in den letzten Tagen noch ein paar Probleme auf mich zu rollen wollten, hat heute alles geklappt. Wohnung komplett ausgeräumt, für den Sperrmüll blieb nicht viel übrig und die Wohnungsübergabe gestaltete sich ziemlich einfach, nachdem der Hausmeister mich fast eine Stunde warten lies und ich dann einfach bei ihm auftauchte. Er hatte mich komplett vergessen. Kommt vor. Dafür hatte ich vorsichtshalber schon mal Strom- und Wasserzähler abgelesen. So einigten wir uns ganz schnell. Ich durfte fahren, ohne dass er mit mir nochmal in die Wohnung fuhr und alles überprüfte.

Punkt sieben Uhr (genau nach Plan) war ich dann mit gepacktem Auto auf der Autobahn. Und nun sitze ich hier bei Nefret, während sie und ein Großteil meiner Freunde in England sind und sich die IIFAs gönnen. Die Gedanken fangen an, überzusprudeln. Und ich bin einfach nur k.o. Die nächsten Wochen dienen der Ruhe und dem Sammeln neuer Kräfte für die lange Reise nach Norwegen.

3 Antworten zu Ausgezogen

  1. sunny sagt:

    Das nenn ich mal Beendigung eines Lebensabschnitts – in froher Erwartung eines Neuen.
    Ich wünsch dir nur das Beste, und dass alles so glatt läuft, wie es sollte und wie es nur irgend geht!
    Und weil wir uns wahrscheinlich vor deiner Abreise nicht noch einmal sehen, umarm ich dich ganz fest und fang schonmal an, meinen nächsten Norwegen-Urlaub zu planen. :o)

  2. maini sagt:

    ja tu das. ich freu mich auf die kommenden monate. und bin gleichzeitig gespannt, was uns alles erwarten wird und was wir alles bewältigen werden müssen. noch sind wir guter hoffnung, könnte daran liegen, dass bisher alles gut läuft😀
    beinahe hätte ich die knuddelz vergessen. lass dich umarmen🙂

  3. Lohmie sagt:

    Noch ein Knuddler … 😀
    Ich drücke die Daumen, dass alles an der neuen Wirkungsstätte klappt. 🙂

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