150 Jahre Sepoy Rebellion

Die gesellschaftlichen und politischen Veränderungen – besonders die Entmachtung der alten, herrschenden Klasse – , die die Briten in Indien bewirkten, führten 1857 zur Sepoy-Rebellion, dem vor allem von der bäuerlichen Bevölkerung unterstützten Aufstand der indischen Söldner (Sepoy, von sipahi: Soldat) der Ostindiengesellschaft. Der Aufstand wurde in einer Serie von militärischen Aktionen blutig niedergeschlagen.

Die Sepoy-Rebellion brachte eine dauerhafte Separation der Briten von den Indern, die von ihnen mit sozialer Herablassung behandelt wurden. So hatten Inder keinen Zugang zu bestimmten Berufen (etwa dem Offiziersdienst), und es war nur eine Frage der Zeit, bis deren westlich ausgebildete Elite politische Gleichheit forderte.

Mehr dazu hier. Wenn man Infos über die Sepoy Rebellion einholt, kommt man um Mangal Pandey nicht herum.

Mangal Pandey (* 1831 in Uttar Pradesh; † 8. April 1857 in Barrackpur, Westbengalen) wird in Indien gemeinhin als erster Unabhängigkeitskämpfer gegen die britische Kolonialherrschaft und daher als Märtyrer (Hindi: Shahid) betrachtet.

Mangal Pandey war Soldat im 34. Regiment der Bengal Native Infantry (BNI). Noch vor Beginn des eigentlichen Sepoy-Aufstands revoltierte Mangal Pandey am 28. März 1857 gegen die koloniale Macht und rief seine Kameraden zum Aufstand gegen die Kolonialherren auf. Er attackierte seine Offiziere, als sie ihn festnehmen wollten. Die Kameraden, bis auf einen muslimischen Soldaten namens Shaikh Paltu, verweigerten den Befehl, Mangal Pandey festzunehmen oder den englischen Offizieren zu helfen, verhielten sich insgesamt jedoch abwartend.

Als keine größere Revolte in Sicht war, versuchte Mangal Pandey Selbstmord zu begehen. Er konnte jedoch gerettet werden. Ein englisches Militärgericht verurteilte ihn in einem Schnellverfahren zum Tode durch Erhängen. Mangal Pandey wurde am 8. April 1857 in Barrackpur gehängt.

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