Hrithik Roshan Session

HrithikManchmal ist mir langweilig. So wie gestern. Was soll Frau da tun? Genau, sie sabbert fremde Männer an. Diesmal war Hrithik dran. Einige Filme kannte ich schon, um so besser, da konnte ich im Schnelldurchlauf schauen. Folgende Werke sollen hier kurz besprochen werden:

Kaho Naa Pyaar Hai (2000)
Fiza (2000)
Na Tum Jaano Na Hum (2002)
Aap Mujhe Achche Lagne Lage (2002)
Mujhse Dosti Karoge (2002)

Bei Gelegenheit kommt vielleicht noch
Mission Kashmir (2000)
Yaadein (2001)
K3G (2001)
Koi… Mil Gaya (2003)
Krrish – Koi… Mil Gaya 2 (2006)
Dhoom 2 (2006)

Einen Livebericht über die Fernsehausstrahlung von Lakshya (2004) könnt ihr hier nachlesen.
Ein Film liegt mir leider nicht vor: Main Prem Ki Diwani Hoon (2003)

Kaho Naa Pyaar Hai
Rohit (Hrithik Roshan) und sein kleiner Bruder sind Waisen und wachsen daher bei Onkel und Tante auf. Rohit träumt von einer Karriere als Sänger. Als er eines Tages Sonia (Amisha Patel) kennen lernt, verliebt er sich in sie.

Man kann über diesen Film nicht schreiben, ohne zu spoilern. Wer den Film also noch nicht gesehen hat, sollte hier nicht weiterlesen.

Amisha ist ein Traum, ein kleiner Albtraum. Ansonsten ist der Film ganz süß. Rohit und Sonia verbringen nach einer durchzechten Nacht einige Zeit auf einer Insel und vertiefen dort ihre Liebe. Nach Hause zurückgekehrt, widmen sie sich ganz Rohits Karriere, damit er auf eigenen Füßen stehen und somit Sonia heiraten kann. Am Tag seines großen Konzertes wird Rohit Zeuge eines Mordes. Leider blieb er nicht ungesehen und kommt auf dramatische Weise ums Leben. Sonia geht nach Australien, um über ihren Kummer hinwegzukommen. Dort trifft sie auf Rohits Ebenbild Raj.

Beim ersten Mal dachte ich die ganze Zeit, Raj ist Rohit. Ich vertraute so sehr auf die allseits bekannte Bollywoodlogik, dass ich gar nicht auf die Idee kam, dass Raj wirklich ein anderer Typ ist. Daher verfolgte ich die kommende Story, die immerhin den ganzen zweiten Filmteil andauerte, nicht richtig. Um so erstaunter musste ich zum Schluss feststellen, dass ich fehl lag. Also schaute ich den Film noch ein paar Mal an. Natürlich nicht gleich🙂

Der Film hat tolle Ohrwürmer. Hrithik spielt super. Man glaubt kaum, dass es sein erster Film ist. Amisha – Schwamm drüber. Der Film ist im Gesamten gesehen wirklich sehenswert. Wenn man Hrithik anschmachten will, ist man hier genau richtig. Wie eigentlich in jedem Film von ihn.😀

Fiza
erzählt die Geschichte von der jungen moslemischen Frau Fiza (Karishma Kapoor), die auf der Suche nach ihrem verschwundenen Bruder ist. Nach den gewalttätigen Unruhen von 1993 in Mumbai wird Aman (Hrithik Roshan) vermisst. Keiner weiß, ob er noch lebt oder damals ums Leben kam. Die Mutter Nishatbi wird von Jaya Bachchan-Bhaduri gespielt. Jahre nach den Unruhen gelingt Fiza das Unmögliche: sie findet Aman an der pakistanischen Grenze – als Terrorist.

Eine in meinen Augen grandiose Geschichte. Die beiden Darstellerinnen spielen ihre Rollen fantastisch. Eine Mutter, die nur von der Hoffnung lebt, eine Schwester, die endlich die Wahrheit wissen will, um mit ihrem eigenen Leben beginnen zu können. Nebenrollen, die die Sicht der Religionsführer darstellen, sowie die Trauer und Wut auf der Hindu-Seite. Nicht zu vergessen, die Rolle des Opfers, der an der Nacht der grausamen Gewalttaten zerbricht. Unvorstellbares Leid wird aufgezeigt, dem man sich nicht entziehen kann. Ein Film, der nachdenklich macht und einen Einblick in die Geschichte Indiens gibt.

Na Tum Jaano Na Hum
Esha Malhotra (Esha Deol) hat gerade ihren College-Abschluss gemacht, als sie sich in einen anonymen Brieffreund verliebt. Sie erzählen einander nichts über ihre Identität. Und so ahnt der Fotograf Rahul Sharma (Hrithik Roshan) nicht, dass ihn seine geliebte Brieffreundin eingeladen hat, als er zu einem Shooting fährt. Die beiden verstehen sich gut, doch dann erfährt Esha, dass Rahul in die Stadt kam, um mehr über sie herauszufinden – damit er seinem besten Freund, dem Playboy Akshay (Saif Ali Khan), berichten kann, ob dieser sie heiraten könnte. Prompt erreicht das Heiratsangebot von Akshays Eltern Eshas Grossvater (Alok Nath). Esha fällt aus allen Wolken, liebt sie doch in Wahrheit ihren anonymen Brieffreund. Der entdeckt derweil, dass niemand anderes als Esha seine Angebetete ist, gibt eine Beziehung mit ihr jedoch auf, weil sie ja nun Akshay heiraten wird …
© molodezhnaja

Da mir keine bessere Beschreibung für den Film einfällt, klau ich einfach mal bei Marco. Ich finde den Film allerliebst. Hier stimmt einfach alles. Hrithik, Saif und auch Esha spielen toll. Das war der erste Film, wo mir Esha richtig gut gefiel. Die Songs sind gut, vor allen das langsame Lied zwischen Hrithik und Esha im zweiten Teil gefällt mir. Der Film ist eine kleine Perle in der Kategorie Dreier-Beziehung. Zudem ist er nicht zu lang, was auch nie schaden kann🙂 Der Heulfaktor ist groß, ich liebe die Abschiedsszene per Telefon genauso wie die Szene im Shopping-Mall *flenn*

Aap Mujhe Achche Lagne Lage
Rohit (Hrithik Roshan) verliebt sich nach einer dramatischen Rettungsaktion in Sapna (Amisha Patel), Tochter eines Mafiabosses. Diese lebt zu Hause wie in einem goldenen Käfig und darf dieses aus Gründen von Bandenkriegen nicht verlassen. Rohit gelingt es während einer neuntägigen Feier als Mitglied einer Musikband sich ins Haus zu schleusen und weiteren Kontakt zu Sapna herzustellen. Während Rohit ihr die Welt außerhalb ihres Zuhauses zeigt, verlobt Sapnas Vater seine Tochter mit dem Sohn seines besten Freundes.

Schon wieder Amisha. Und diesmal mit Abstand schlimmer als in KNPH. Auch wenn ich inzwischen weiß, dass sie offensichtlich im Film eine Asthmatikerin spielen sollte, macht es den Film nicht besser, da diese Tatsache herausgeschnitten wurde. Zurückbleibt eine hyperventilierende, zuckende, mit offenen Mund röchelnde, überreizte Person, die auf der anderen Seite bei für sie neuen Erlebnissen (ich erinnere an den Kinobesuch von Lagaan oder ihre Entdeckung im Jungenheim) dermaßen überreagiert, dass man sie eigentlich nur mundtot machen möchte. Demgegenüber steht Hrithik, der es tatsächlich schafft, so zu tun, als wäre er in Amisha verliebt. Allein für diese Leistung gebührt ihm ein Oscar. Zudem kommt bei diesem Film die volle Bollywoodlogik zum Tragen, die ich bei KNPH so vermisst habe. Wer den Film gesehen hat, möge sich einfach an das Ende erinnern. Wirklich empfehlen kann ich den Film nicht, jedoch schadet es auch nicht, ihn gesehen zu haben.

Mujhse Dosti Karoge
Tina (Kareena Kapoor), Pooja (Rani Mukherjee) und Raj (Hrithik Roshan) sind beste Freunde von klein auf. Als der Junge Raj mit seiner Familie nach London zieht, verspricht Tina ihm zu mailen. Da sie sich jedoch mehr für andere Dinge interessiert, übernimmt Pooja die Aufgabe im Namen von Tina. Jahre später kehrt Raj zurück und will die Liebe seiner Brieffreundschaft persönlich wiedertreffen. Tina und Pooja einigen sich drauf, den Schwindel nicht auffliegen zu lassen. Tina verliebt sich in Raj und Pooja, die ihn seit Jahren liebt, zieht den kürzeren – bis Raj hinter den wahren Mailschreiber kommt.

Es wäre nicht Bollywood, wenn die Story hiermit schon zu Ende wäre. Als Raj und Pooja den Familien erklären wollen, dass sie heiraten wollen, stirbt Tinas Vater. Um dessen letzten Wunsch zu erfüllen, verzichtet Pooja auf ihre große Liebe und verpflichtet Raj, Tina zu ehelichen. Raj zwingt im Gegenzug Pooja, am selben Tag jemanden zu heiraten, sonst lässt er Tina vor dem Traualtar sitzen.

Dieser Film bietet Herzschmerz vom Feinsten, verbunden mit fantastischer Musik. Als Special Appearance ist Uday Chopra in einer nicht zu verachtenden Rolle zu sehen.😀 Hrithik ist toll als dramatischer Liebesheld besetzt, der in wutausbruchsähnlichen Szenen seine Liebste unter Druck setzt. Damit begeisterte er wohl die meisten Zuschauerinnen. Kareena darf hier ihren Zickencharakter zur Schau stellen, was sie wieder grandios hinbekommt, so gut, dass viele ihre Rollen mit ihrer wahren Persönlichkeit verwechseln. Rani ist die tragische Queen, die ihre Rolle perfekt ausfüllt. Andererseits führt das ein bisschen dazu, dass die Rollenauswahl nicht ganz überzeugt. Unvergesslich ist das Medley. Ich habe schon mehrere Filme mit Medleys gesehen, aber dieses hier ist einfach unvergleichlich umgesetzt. Von der Auswahl der Lieder, die einfach perfekt passen, bis zur Interpretation. Alles in Allem ein Film, den ich immer wieder gerne ansehe – auch ohne Uday🙂

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