Salmans vierter Teil

Wie gehabt:

Saawan – The Love Season
Biwi No. 1
Ek Ladka Ek Ladki
Maine Pyar Kiya

Keiner muss hier weiterlesen, sobald ihr jedoch auf „Weiter“ klickt, bestätigt ihr, dass ihr das freiwillig und ohne Zwang tut!😀

Saawan – The Love Season

Story, Lyrics, Producer, Director: Saawan Kumar
Cast: Kapel Jhaveri, Salloni Aswani, Johnny Lever, Prem Chopra, Salman Khan

Wenn ein Film mit dem Song “I´m ready for love“ anfängt und das dazugehörige Girl versucht, auf sexy zu machen, passieren bei mir zwei Dinge: Ich befürchte, der Songwriter hat den falschen Text geschrieben und meine Erwartungen an den Film sinken plötzlich drastisch. Wenn dann eine halbe Stunde lang außer Johnny Lever ausschließlich untalentierte und ebenso mir unbekannte Schauspieler auftauchen, verlässt mich der Glaube an einen einigermaßen guten Film komplett.

Kajal und Raj lernen sich in einer Disko kennen. Raj verliebt sich auf den ersten Blick in Kajal, während diese versucht, so arrogant wie möglich ihm klar zu machen, dass sie ihn nicht will. Unterstützung bei seinem Liebeswerben bekommt Raj von Funsukh (Johnny Lever). Schließlich wird aus beiden ein Paar, sogar die Eltern sind einverstanden, besser noch – die beiden Väter stellen fest, dass sie Jugendfreunde sind. Zufälle gibt´s.
Salman Khans Auftritt kommt völlig unvermittelt und passt vorerst überhaupt nicht in die Story. Ein trauriges Lied wird angestimmt, in welchem Salman ob der verlorenen (offensichtlich verstorbenen) Liebe trauert und Gott um seinen Tod anfleht. Doch Gott hat etwas Besseres vor. Salman soll sein Sprachrohr sein. Fünf Minuten später rettet Salman Kajal. Diese wäre sonst in einem Autounfall, bei dem zwei Autos aufeinanderprallen und zehn Meter hoch in die Luft fliegen, umgekommen. Keine zwei Minuten später kündigt er den Tod von Kajals Vater an. Nach dessen Beerdigung fliegt das frisch verlobte Paar fröhlich und unbeschwert in den Urlaub nach Dubai – keine Spur von Trauer. Dies soll nicht ungesühnt bleiben, nun darf Salman Kajal von ihrem eigenen Tod erzählen. Ihr bleiben lediglich noch ein paar Tage Zeit, die Welt zu erleben. Sie beginnt ihre letzten Tage damit, jedem frisch fröhlich mit einem Lächeln im Gesicht von ihrem baldigen Ableben zu erzählen. Genau, so macht man das.

Was für ein Mist. Die Dialoge sind mies, die Witze unterirdisch, es kommt zu peinlichen „Verwechslungen“, Johnny ist obernervig, Szenen sind derart in die Länge gezogen, dass man dank Schnellvorlauf eine normale Szenerie erhält, man bekommt Schauspieler geboten, die nicht spielen können – entweder wegen mangelnden Talents oder aufgrund von Overactings oder weil eine Frau aus „witzigen Gründen“ von einem Mann gespielt wird, niemanden fällt auf (ist halt blöde, wenn alles in einer Hand liegt und man so was nicht kann), dass der Arzt keine Ahnung von Wiederbelebung hat. Die ganze Story ist so was von unstimmig, da fehlen einem einfach die Worte. Aller drei Sekunden denkt man nur noch: soll ich mir das wirklich antun? Die Songs sind Durchschnitt, zum Teil einfacher Diskosound – dementsprechend auch ihre Umsetzung. Schade, dass sich Salman für so einen Scheiß überhaupt erst hat hergeben lassen. Er hat den Film erträglicher gemacht, wenn er allerdings gar nicht erst mitgespielt hätte, hätte ich den Film schon nach fünf Minuten ausmachen können. Im Vergleich zu diesem Film ist mein Salman-Hassfilm Tere Naam richtig gut.

Zwei positive Sachen: die Filmlänge mit knappen zwei Stunden und die Tiere (vor allen die niedlichen Pinguine) im Zoo.

Biwi No. 1

Eine typische Hindi-Klamotte. Muss ich den Film reviewen? Reicht es nicht, dass ich ihn angeschaut habe? Da ich keinen Bock habe, die DVD noch mal in den Player zu schmeißen, lass ich diesmal die Rollennamen weg. Salman Khan ist seit Jahren mit Karishma Kapoor verheiratet und hat zwei süße Kinder. Zusammen mit seiner Mutter leben alle glücklich unter einem Dach. Das Leben – und somit der Film – könnte so schön und kurz sein. Nichts da. Salman ist auf der Suche nach einem neuen Model für seine Firma und wird dank Sushmita Sen fündig. Diese wiederum ist auf der Suche nach einem reichen Ehemann. Da die zwei sich sympathisch sind, fangen sie eine Affäre an. Sushmita weiß anfänglich nicht, dass Salman bereits verheiratet ist, aber auch das stört sie später nicht weiter, solange Salman nur zu ihr zieht, was er auch prompt tut. Karishma bekommt Unterstützung von Anil Kapoor, der ihr hilft, den untreuen Gatten wieder ins geliebte Heim zurück zu holen.

Ich hatte schlimmeres erwartet und war doch froh, dass man den Film anschauen kann. Er ist mit Sicherheit kein Muss, allerdings wie hier so mit der Untreue und auch dem späteren Weiterverheiraten umgegangen wird, widerspricht doch komplett den sonstigen Familienfilmen und ist somit sehenswert. Außerdem gibt es ganz nette Szenen, wenn Karishma zurück schlägt.

Ek Ladka Ek Ladki

Die zwei Hauptcharaktere sind Renu (Neelam), eine reiche verzogene Göre, die nur an sich und ihren Hund Romeo denkt, und Raja (Salman Khan), ein Bauer, der sich liebevoll um drei süße Rabauken kümmert, die Waisen sind.

Eines schönen Tages treffen die beiden aufeinander. Renu, die durch ihr Wauwauchen abgelenkt ist, verursacht einen Autounfall, in den sie u.a. Raja mitsamt den Kids verwickelt. Raja gelingt es, ihr Geld für die Opfer abzuknüpfen, dafür lässt Renu ihn in den Knast werfen. Nun sind die Kids zu Hause auf sich gestellt. Als Raja endlich nach Hause kommt, hat sich eins der Kinder bereits verletzt, woraufhin Raja finstere Rache schwört.

Renus Onkel (Anupam Kher) will derweil an Renus Geld und versucht sie mittels eines Bootunfalls umzubringen. Renu kann jedoch gerettet werden, verliert dabei aber ihr Gedächtnis. Rajas Zeit für Rache ist gekommen. Er holt sie als seine Ehefrau Rani ins Haus und erklärt die drei Waisenkinder zu ihren leiblichen Abkömmlingen.

Spätestens hier wird klar, welche Vorlage adoptiert wurde. Ich halte Overboard heute noch für eine grandiose Komödie, wo einfach alles passt. Bei Ek Ladka Ek Ladki ist es allen Beteiligten gelungen, die Story ziemlich werksgetreu zu übernehmen, ohne irgendwelche Blödeleien hinzuzufügen. Einziges Manko: mir sind ein paar Songs zu viel. Aber ansonsten ist der Film genauso lustig wie sein Vorgänger. Die Kids sind wirklich süß und nicht nervig, die beiden Hauptdarsteller harmonieren gut miteinander. Beeindruckend die Szene, wo Renu/Rani mehr von ihrem „Ehemann“ will und er ihr genau dies vorenthalten muss. Ein toller Film.

Maine Pyar Kiya

Aus zwei Gründen liegt dieser Film bei mir schon über einen halben Jahr rum und ich habe ihn nie angeschaut: der Film ist alt (1989) und Salman spielt mit. Es ist, laut der mir vorliegenden Filmografie, Salmans zweiter Film.

Das Motto des Filmes ist: Everyone falls in love with someone … somehow…

Sumans Vater Karan (Alok Nath) schickt seine Tochter zu seinem Jugendfreund Kishen (Rajiv Verma) während er für sechs Monate nach Dubai zum Arbeiten geht. Karan lebt mit seiner Tochter in einfachen Verhältnissen auf dem Land, sein Jugendfreund dagegen hat es inzwischen zum großen Geschäftsmann in der Stadt gebracht. Mit einfachen Leuten will Kishen eigentlich nichts mehr zu tun haben, nimmt aber in Gedenken an die frühere Freundschaft Suman (Bhagyashree) in seinem Heim auf. Zur gleichen Zeit kehrt der Sohn des Hauses (Salman Khan) nach langjähriger Ausbildung in den USA nach Hause zurück. Es kommt wie es kommen muss, die beiden „Kinder“ verlieben sich ineinander. Damit der Film nicht bereits nach 1 ½ Stunden zu Ende ist, wird natürlich intrigiert. Während Prems Mutter ihre Zustimmung für die Vermählung gibt, hat der Vater andere Pläne. Schließlich wird Suman mitsamt Vater (die sechs Monate sind um) verstoßen und beide kehren in ihr Dorf zurück. Prem nimmt die Verfolgung auf. Er hält um Sumans Hand an, ihr Vater stellt eine Bedingung: Prem muss in einem Monat 2000 Kröten verdienen.

Die Story erinnerte mich bereits bei der Liebesgeschichte gewaltig an NVNV mit Siddarth und Trisha. Salman und Bhagya sind so was von niedlich. Ich erwischte mich dabei, wie ich leicht debil grinsend vorm Bildschirm hockte. Ich hatte viel erwartet, z.Bsp. den pausenlosen Gebrauch der Vorspultaste, aber nicht, dass der Film mir gefallen könnte. Kurz: er ist soooo sweet. Ehrlich. Eine winzige Szene zeigt, wie Prem Suman seine Liebe per Brief gesteht, dabei sendet er auch ein Herz mit Pflaster mit, wo draufsteht: I love you so much it hurts. Hab ich schon erwähnt, dass die beiden wirklich süß sind? Die Mode ist *hüstel* 80er Jahre Look. Die Songs sind viel. Laut DVD-Songmenü ganze zehn. Die Hälfte hätte gereicht. Einige sind richtig gut. Ein Medley ist auch dabei, wo Suman die Gelegenheit nutzt, ihrem Prem zu sagen: I love you, und das dreimal. Ich habe nur einmal gespult und zwar am Ende, wo die obligatorische Prügelei kommt. Wir wissen ja, wie sich das hinziehen kann. Auch im Schnelldurchlauf kam ich auf meine Kosten. Ansonsten ist der Film einfach nur süß (sagte ich das schon? Sorry). Die zwei sind oberknuffig. Wirklich.

Wer von euch hat bis hierher gelesen? Wer hat vorher schon aufgegeben? Es stehen übrigens noch Teil fünf und mit ziemlicher Sicherheit auch der sechste Teil noch aus.😀

4 Antworten zu Salmans vierter Teil

  1. babasko sagt:

    Du hast Sawaan durchgehalten? Bist du irre?

    Biwi No1 liegt hier auch rum und ich konnte mich noch nicht durchringen (liegt wohl an Karishma, die bei mir bis jetzt einfach noch keine Punkte sammeln konnte)

    Ek Ladka vergess ich immer zu bestellen. Humpf. Den will ich auch schon lange.

    Was MPK angeht kann ich dir nur beipflichten, ich hab auch vorher NVNV gesehen und fand ihn trotzdem soo sweet. Nur vor der Taube fürcht´ ich mich.

  2. maini sagt:

    Die Taube war doch sogar als Star in den Credits angekündigt. Sie ist ganz lieb und tut niemanden was. Und zum Schluss sind es sogar zwei😀 Aber die Parallelen zu NVNV fand ich erstaunlich. Ich hatte befürchtet, dass es nur mir so geht.
    Auf Saawan bin ich echt stolz. Ohne Spulen!!! Selbst Kaal wird gegen Saawan zum richtig guten Film. Das soll was heißen.
    Biwi lag bei mir auch ewig rum, dabei ist der nicht so schlimm.
    Ek Ladka.. kann ich nur empfehlen. Normalerweise vermurksen sie ja gerne Remakes, aber der ist echt toll gemacht.

  3. Leela sagt:

    Tapfer tapfer, Saawan stand auch auf meiner Liste, aber Molos Kritik hat mir dann doch den Appetit verdorben. Bei der Taube in MPK war ich mir nie ganz sicher, ob man ihr die Briefchen nicht an den Schnabel geklebt hat. Sie flattert tapfer Runde um Runde, das Papier hängt und hängt… Hast Du schon Pyaar Kiya to darna kiya (oder so ähnlich) gesehen? Ist mit Kajol und unserem Helden, ähnelt MPK doch auch ziemlich und hat ein spitzenmäßiges Lied, in dem Kajols böser großer Bruder (im echten Leben Salmans Bruder) von einer sexy Dame in gelb angesungen wird. Echt deewana.

  4. maini sagt:

    Ich lese ja keine Kritiken vorher – sonst wäre ich zumindest gewarnt gewesen😀

    Du sprichst sicher von Pyaar Kiya To Darna Kya?

    Der war in der ersten Review mit dabei:
    https://maini.wordpress.com/2006/11/04/salman-khan-filme/

    Sobald ich Zeit habe, kommentiere ich auch weiter Filme, aber zurzeit ist es einfach nicht möglich. Ich bin also noch nicht fertig mit Salman😀

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