Erlebnispark Flug Düsseldorf-Skopje

Dies ist noch nicht das Reiseerlebnis Teil 2, sondern eine kleine Einführung in Flugreisen nach Mazedonien. Das ganze ist notwendig, um meine Erfahrung beim jetzigen Flug verstehen zu können.

Ein mazedonischer Flug ist immer ein Erlebnis. Man kann diese Art des Reisens nicht mit einem normalen Flug vergleichen. Bei einem innerdeutschen Flug z.B. buche ich mein Ticket im Internet, drucke es mir vorsorglich aus, gehe damit spätestens eine halbe Stunde vorm Abflug zum Check-In, setz mich ins Flugzeug und komme pünktlich an, solange das Wetter mitspielt.

Bei einem Flug nach Mazedonien beginnt das Chaos schon beim Buchen. Es gibt nur ein mir bekanntes Reisebüro, dass die Tickets für die Mazedonische Airline, MAT, vertreibt. Inhaber ist natürlich ein Mazedonier. Bei meinem ersten Anruf dort, wurde sofort wieder aufgelegt. Okay, es rufen halt nicht viele Deutsche an. Seitdem lass ich anrufen. Das hat auch den Vorteil, dass ich günstiger an die Tickets komme. Feilschen liegt mir einfach nicht im Blut. Und welcher Deutsche kommt schon auf die Idee, bei Flugtickets zu handeln!?

Die Tickets werden dann am Flughafen abgeholt. Hiermit komme ich zu einer weiteren Besonderheit. Man muss das Ticket erst noch gesondert abstempeln lassen. Wozu das gut ist? So sieht der Reiseveranstalter wer tatsächlich fliegt und wieviele Tickets er noch schnell vor Ort verschachern kann.

Zwei Stunden vor Ablug holt man sich also das Ticket und den Stempel und geht dann gemütlich zum Check-In fürs Gepäck. Vordrängeln ist ein mazedonischer Kampfsport. Da können wir nur verlieren. Sobald das Gepäck weg ist, hat man genügend Zeit für einen Kaffee oder zwei oder drei ….

Der richtige Check-In und die Passkontrolle ist dann erholsamerweise wieder fest in deutscher Hand – das verläuft komplett ereignislos.

Nun muss man nur noch den Weg ins Flugzeug finden. Gate-Änderungen sowie Verspätungen werden nicht durchgesagt. Man kann nur hoffen und beten. Bisher habe ich es immer – mal früher, mal später – ins Flugzeug geschafft. Die Stewardessen sind immer sehr freundlich und hilfsbereit. Mit Geduld und Spucke sitzt man irgendwann am richtigen Platz. Den maz. Reisenden will das System der Sitzplatzreservierung nicht so richtig in den Kopf. Besonders auffällig sind genau diese Reisenden. Bei keinem Flug erlebe ich soviele Kinder. Viele Mütter reisen alleine mit ihren Anhang jeder Altersstufe – vorrangig Baby bis Kleinkind. Ich bewundere jedesmal, mit welcher Fröhlichkeit und Ausgeglichenheit sie sich um Gepäck und Kinder kümmern. Erst bei der Landung werden auch sie ungeduldig, richten sich und die Kinder nochmal hübsch her, um in einem ordentlichen Erscheinungsbild von ihren Verwandten in Empfang genommen zu werden. Dann sind da noch die Männer. Die schon Stunden vor Abflug ungeduldig auf und ab laufen, ständig mit den Fingern trommeln, es einfach nicht mehr abwarten können, ihre Frauen und Kinder, die in Mazedonien leben, endlich wieder umarmen zu können.

Nach einem über zweistündigen Flug landet man auf dem „riesigen“ und „unübersichtlichen“ Internationalen Flughafen von Skopje. Das Flugzeug hält irgendwo in relativer Nähe zum Flughafengebäude. Ab da an ist der Reisende sich selbst überlassen. Den Weg übers Rollfeld zum Gebäude findet jeder: man folge der Masse. Noch besser: man überhole sie. Die Passkontrolle kann sonst schon mal eine Stunde dauern. Lieber zwanzig Minuten aufs Gepäck warten.

Wer meint, dass er es jetzt geschafft hat, der täuscht sich. Die maz. Flughafenpolizei will auch nochmal wissen, was man alles ins Land bringt. Auf zur Gepäckkontrolle. Manchmal kommt man drum rum, sie winken einen dann einfach durch.

Und dann kommt sie: die letzte Tür. Nix wie durch und man steht im Freien. Dort wo hunderte Verwandte stehen und auf ihre Lieblinge warten. Sorgt auf jeden Fall dafür, dass für euch auch dort jemand steht. Depressionen sind sonst vorprogrammiert.

Eine Antwort zu Erlebnispark Flug Düsseldorf-Skopje

  1. vedat jusufi sagt:

    se gut

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